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Attac Wiesbaden Veranstaltungen 2020


ALLE VERANSTALTUNGEN AB 14.03.2020 sind ABGESAGT!

Demonstration zum Housing Action Day 28.03.2020

28.03.2020 - Housing Action Day - Gemeinsam gegen den Mietenwahnsinn in Wiesbaden

Am 28. März findet ein europaweiter Aktionstag für bezahlbaren Wohnraum statt. In rund 20 deutschen Städten wird es Aktionen geben. An diesem Tag gehen auch wir in Wiesbaden auf die Straße – denn bezahlbarer Wohnraum ist auch hier Mangelware.

Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung fehlten 2018 in Wiesbaden etwa 17.200 Wohnungen zu Mieten, zu denen alle Menschen mit für sie bezahlbarem Wohnraum versorgt werden könnten. Der größte Mangel besteht für Haushalte mit geringem, aber auch für solche mit unteren mittleren Einkommen. Fast jeder zweite Haushalt hat eine Mietbelastung von über 30 Prozent des Einkommens zu tragen  und bei rund jedem 5. Haushalt liegt sie über 40 Prozent. Der Bestand an Wohnungen mit Sozialbindung ist seit den 1990er Jahren von rund 28000 auf derzeit etwa 8000 gefallen und sinkt weiter.

Selbst die Rathaus-Kooperation aus SPD, CDU und Grünen, hat schon 2018 festgestellt, dass „die stark steigenden Mieten vor allem im Bereich des „bezahlbaren Wohnraums“ für viele Menschen zunehmend zu einem existenziellen Problem werden und eine Herausforderung für den sozialen Frieden darstellen“.

Wir brauchen eine tiefgreifende Kursänderung in der Wohnungspolitik, um dauerhaft bezahlbare Wohnungen für alle Menschen in Wiesbaden zu gewährleisten und eine sozial und ökologisch lebendige Stadt ohne Armut und Ausgrenzung zu schaffen. Dazu fordern wir:

-       die Einführung eines 1%-Mietendeckels bei kommunalen Wohnungen für 10 Jahre

-       einen Sozialwohnungsanteil im kommunalen Wohnungsneubau von mindestens 40 %

-       keine Verdrängung durch Modernisierung und Sanierung, z.B. im Schelmengraben

Nicht nur jeder Topf braucht einen Deckel, sondern auch die Mieten in Wiesbaden!

Kommt am 28. März um 14 Uhr zur Demonstration durch die Wiesbadener Innenstadt und bringt Topfdeckel und Kochlöffel mit. Wir wollen Lärm machen – für bezahlbaren Wohnraum in Wiesbaden.

 


Ostermarsch 2020 in Wiesbaden am 11.April 2020 Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt

Mainz-Wiesbadener Ostermarsch in Wiesbaden
Samstag, 11. April 2020

Aufruf von: Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Mainz-Wiesbaden und vieler weiterer Organisationen

Auftaktkundgebung:
10.30 Uhr Hauptbahnhof Wiesbaden
Schlusskundgebung mit Kulturprogramm:
12.30 Uhr Mauritiusplatz
Musik: Revolution Inc.
15 Uhr Friedensfest im Infoladen,
Blücherstraße 46

Start am Hauptbahnhof -> Kaiser-Friedrich-Ring -> Moritzstraße -> Rheinstraße -> Schwalbacher Straße -> Coulinstraße -> Langgasse/Kirchgasse -> Mauritiusplatz.

Infos unter www.dfg-vk-mainz.de/aktuell/ostermarsch-2020


Attac-Talk am Tisch im Tag.Werk am 27.02.2020 19:00 Uhr

"Attac-Talk am Tisch im Tag.Werk" ist als Treffpunkt für Interessierte gedacht,
die sich inhaltlich mit einzelnen Themen auseinandersetzen wollen.

Die Treffen finden unregelmäßig am letzten Donnerstag im Monat
im Tag.Werk, Bismarkring 6 statt.

Thema diesmal: Mietpreisexplosion und Wohnungsnotstand in Deutschland
Hans-Georg Heinscher führt mit einem Referat in das Thema ein.
In der anschließenden Diskussion wird es um Fragen gehen wie:
- wie kann der explosive Mietenanstieg begrenzt werden?
- was müssen Kommunen tun, um preiswerten Wohnraum zu schaffen?
- welche Steuern können die Spekulation mit Boden und Mieten bremsen?

27.02.2020 um 19:00 Uhr im Tag.Werk


Vortrag Dominik Piétron: Plattform-Kapitalismus 12.02.2020

Fortsetzung des Themas "Die fünf Giganten..." zur Macht der Internetkonzerne:

Plattform-Kapitalismus
Privatisierung der Märkte?

Vortrag und Diskussion mit
Dominik Piétron
Soziologe an der Humboldt-Universität zu Berlin

Mittwoch, den 12. Februar 2020, 19.30 Uhr

Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38a, Wiesbaden
Eingang Wellritz-Café
Eintritt frei
 

Eine Handvoll digitaler Plattformen kontrolliert einen wachsenden Anteil des Online-Handels. Digitale Monopole wie Google, Amazon und Facebook aber auch kleinere Plattformen wie AirBnB, Flixbus oder Lieferando strukturieren den Marktzugang für externe Händler und Dienstleister und versetzen sie so in neue ökonomische Abhängigkeiten.
Zudem sind große Plattformkonzerne häufig über mehrere Geschäftsbereiche hinweg integriert, so dass sie auch ihre eigenen Waren und Dienstleistungen auf dem eigenen Online-Marktplatz vermarkten. Infolgedessen verlieren digitale Märkte ihren „neutralen“ Charakter - Ausbeutung, Diskriminierung und Überwachung von Drittanbietern sowie Selbstbevorzugung der Plattformen werden zum neuen Standard.
Der Sozialwissenschaftler Dominik Piétron analysiert zunächst die Dynamiken der Plattformisierung und erklärt, wie Plattformen zusehends Märkte „in Besitz nehmen“ und zu ihren Gunsten algorithmisch steuern. Er diskutiert anschließend, ob kartellrechtliche Eingriffe oder politische Regulierungen den Trend aufhalten können und inwiefern sich progressive Gesellschaftsentwürfe die Plattformlogik selbst zu Nutze machen können.


Filmvorführung: PUSH - Für das Grundrecht auf Wohnen. 16.01.2020 19:30 Uhr

PUSH
Für das Grundrecht auf Wohnen


Dokumentarfilm
mit Diskussion


Donnerstag, den 16. Januar 2020, 19.30 Uhr
Hilde-Müller-Haus, Wallufer Platz, Wiesbaden
Eintritt frei


Überall auf der Welt schnellen die Mietpreise in den Städten in die Höhe. Langzeitmieter werden aus ihren Wohnungen heraus gedrängt. PUSH wirft ein Licht auf eine neue Art des anonymen Hausbesitzers, auf unsere immer weniger bewohnbaren Städte und eine eskalierende Krise, die uns alle betrifft. Wohnungen sind Kapital um Geld anzulegen.

PUSH, der Dokumentarfilm des vielfach ausgezeichneten Regisseurs Fredrik Gertten untersucht, warum wir es uns nicht mehr leisten können, in unseren Städten zu wohnen. Eine Unterkunft ist ein fundamentales Menschenrecht, eine Voraussetzung für ein sicheres und gutes Leben. Aber in Städten weltweit werden die Chancen auf bezahlbare Wohnungen immer schwieriger. Wer sind die Akteure und was sind die Faktoren, die Wohnraum zu einem der größten Probleme der heutigen Zeit machen?