Attac Wiesbaden: Bisher 2001/2002

Bisherige Aktivitäten 2001/2002

 

25.09.2001 attac  | 10./11.11.2001 WTO  | 03.12.2001 EU-Gipfel  | 

16.01.2002 Entwicklungspolitik27.02.2002 Privatisierung  | 

21.03.2002 Wirtschafts-Kriminalität

18.04.2002 Staaten in der Schuldenfalle  |

16.05.2002 Korruption in den Städten  |  

15.06.2002 Gesundheit ist keine Ware  |  

16.09.2002 Bahn-Privatisierung  |  04.10.2002 Till Bastian: USA  |  

07.10.2002 AIDS in Sambia  |  21.10.2002 Biopatente  |  

19.11.2002 Afghanistan/Irak-Krieg  |  

 

 


Die Idee zur Gründung der attac-Reginalgruppe Wiesbaden entstand während der Demonstrationen in GENUA.

Erste Informationsveranstaltung am 25.September 2001:

Informationsveranstaltung

Ziele und Vorgehen

am 25. Sept. 2001, 19.30 Uhr im Bürgerhaus Wiesbaden-Sonnenberg, König-Adolf Str.6

Das Netzwerk wurde 1998 in Frankreich gegründet und hat inzwischen dort etwa 30.000 Einzel- und Organisationsunterstützer. In Deutschland wird attac unterstützt von über 100 Organisationen z.B. BUND, Medico International, VERDI, Pax Christi, Gossner Mission, Kairos Europa, Weed und vielen Einzelpersonen wie z.B Prof. Elmar Altvater (FU Berlin), Prof. Johano Strasser (Vorsitzender dt. Penclub), Prof. Friedhelm Hengsbach (SJ), Detlev Hensche (Hauptvorstand ehem. IG Medien), Prof Jörg Huffschmid (Uni. Bremen)

attac fordert: · Die Einführung einer Steuer auf internationale Finanztransaktionen (z.B. Tobin Tax) u.a. · Die Schließung der Steuerparadiese · Die Schuldenstreichung für die Entwicklungsländer · Strengere Banken- und Börsenaufsicht


Zum WTO-Treffen in Katar am 10./11.November 2001 fanden vor Ort statt

Samstag, den 10.11.2001: Stand am Mauritiusplatz mit 6 kopflosen Puppen, die die WTO-Runde symbolisieren sollten. Unterschriftensammlung „Stopp Steuerflucht“ / Tobin Tax (ca.100 Unterzeichner)

    Strohmänner auf dem Mauritiusplatz

Informationsveranstaltung

zur Kritik an der Welthandelsorganisation (WTO)

am 11. November 2001 um 12.00 Uhr im Pariser Hoftheater, Wiesbaden - Mitte, Spiegelgasse 9

Nachdem 1999 die WTO-Tagung in Seattle durch Demonstrationen gestört worden war, wurde sie dieses Jahr nach Katar in die arabischen Wüste verlegt. Da dort Demonstrationen nicht möglich sind, finden weltweit in vielen Städten Aktionen zur Kritik an den WTO-Planungen statt.

Unsere Veranstaltung sollte dazu beitragen, die Fragwürdigkeit der WTO offen zu legen. </dt><dt> In der Veranstaltung wurden internationale WTO-Bestimmungen und ihre negativen Folgen an konkreten Beispielen erörtert. 

Referent: Dr. Rainer Engels, German Watch, Bonn


Zum EU-Gipfel in Brüssel am 13.-15.Dezember 2001:

Das Netzwerk Attac und seine Forderungen an die EU

am 3. Dez. 2001 um 20.00 Uhr im Pariser Hoftheater

Wiesbaden, Spiegelgasse 9

Referent: Dr. Stefan Hessler, Uni Frankfurt

Dazu zauberte der Schriftsteller und
alternative Zauberkünstler Michael Schneider(Attac-Mitglied)


Entwicklungspolitik in Zeiten der Globalisierung

Podiumsdiskussion
mit
Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, BMZ
und
Peter Wahl
(Vorstandsmitglied von WEED – Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung –
sowie Gründungsmitglied von attac-Deutschland)

am Mittwoch, dem 16. Januar 2002 um 20.00 Uhr in Wiesbaden,
im Bürgerzentrum Adlerstraße 19




Die Theorien, wonach eine weltweite Liberalisierung der Märkte Wohlstand für alle bringen würde, haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Die Kluft zwischen Reich und Arm wird immer größer, und zwar sowohl innerhalb der einzelnen Staaten wie auch zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern. In den vergangenen 25 Jahren wuchs der Geldabfluss vom armen Süden in den Norden um das Zwölffache.

Das Netzwerk attac setzt sich gegen die neoliberale Globalisierung für eine Globalisierung von unten ein und für eine Verteilung von oben nach unten. Eines der Ziele von attac ist die Einführung einer Devisenumsatzsteuer (Tobinsteuer). Diese Steuer würde Devisenspekulationen eindämmen, die Währungen stabilisieren und bei nur 0,05 % schon 90 Mrd. US-$ einbringen – doppelt so viel wie die gesamte Entwicklungshilfe der Industrieländer.


Globalisierungskritischer Vortrag:

Privatisierung der öffentlichen Aufgaben
oder
Abitur von McDonald’s?

Altersheime von Bayer?
Krankenhäuser von Coca Cola?
Trinkwasser von DaimlerChrysler?

Referentin Regina Schwarz vom Kölner Netzwerk gegen neoliberale Politik und Konzernherrschaft berichtet über die Bedeutung und Auswirkung des GATS (Allgemeines Abkommen über Handel mit Dienstleistungen), die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge und den Ausverkauf der Städte sowie die Entwicklungsgeschichte der neoliberalen Politik.

Mittwoch, den 27. 2. 2002, 20.00 Uhr
Wiesbaden, Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9


Informationsveranstaltung

Globalisierung als Wirtschafts-Krimi

Referent: Prof. Dr. Hans See
Vorsitzender des Vereins „Business Crime Control“,
Autor von „Wirtschaftskriminalität, Kriminelle Wirtschaft“, 1997, und
„KapitalVerbrechen – Die Verwirtschaftung der Moral“, 1990,
Herausgeber der Vierteljahreszeitschrift „Business Crime“

Donnerstag, 21. März 2002, 20.00 Uhr
Wiesbaden, Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9





Staaten in der Schuldenfalle

Eine Informationsveranstaltung von attac

in Zusammenarbeit mit erlassjahr.de
Referent: Dr. Johannes Bickel, Dipl.-Volkswirt
Donnerstag, 18. April 2002, 19.30 Uhr
Wiesbaden, Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9

Auf den armen Ländern des Südens lasten Schulden in astronomischer Höhe. Sie stecken fest in der Zange von steigendem Schuldendienst einerseits und sinkenden Preisen für ihre Exportprodukte andererseits. Geld für den eigentlichen Zweck dieser Kredite, nämlich Befriedigung der Grundbedürfnisse, wie etwa Investitionen für Schulen und soziale Systeme bleibt nicht. erlassjahr.de fordert deshalb eine Entschuldung durch die Schaffung eines internationales Insolvenzrechtes für Staaten.
Dr. Johannes Bickel erläutert Hintergründe und Perspektiven.


Globalisierung, Privatisierung

und Korruption in den Städten


Donnerstag, 16. Mai 2002, 19.00 Uhr
Wiesbaden, Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9
Vortrag mit Diskussion Referent: Dr. Werner Rügemer, Köln,
Publizist und Berater, Mitglied von Transpareny International und Business Crime Control

Anhand zweier Kölner Großprojekte der neunziger Jahre - Müllverbrennungsanlage und KölnArena - wurden die Zusammenhänge zwischen Globalisierung, Privatisierung und Korruption in deutschen Städten exemplarisch dargestellt und analysiert.


Gesundheit ist keine Ware

für den Erhalt des solidarischen Gesundheitssystems
Samstag, 15.6.2002
Wiesbaden, Stand auf dem Mauritiusplatz
anlässlich des bundesweiten Aktionstages von Attac Deutschland

Mittwoch, 19. Juni 2002, 19.30 Uhr Wiesbaden, Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9

Vortrag mit Diskussion
Referent: Harald Klimenta, Regensburg,
Mitinitiator der Attac-Kampagne gegen die Privatisierung im Gesundheitssystem


Achtung Privatisierung!

Vom Ausverkauf der Deutschen Bahn

Vortrag mit Publikumsdiskussion

Referentin:
Maria Clara Roque-Öfinger, Betriebsrätin bei der Bahn

Montag, 16. September 2002, Wiesbaden, Pariser Hoftheater

Die Entwicklung im Rahmen der Privatisierung der Deutschen Bahn ist weder sozial noch ökologisch. Private Investoren suchen sich die Filetstücke aus, vor allem ICE und andere Fernverkehrsstrecken. Die weniger profitablen Teile, insbesondere der Personennahverkehr, werden stillgelegt oder mit öffentlichen Geldern, das heißt Steuern, finanziert.
Die deutsche Bahn steuert auf Verhältnisse wie in Großbritannien zu. Dort wurden Teile der Bahn an Dutzende privater Firmen verkauft. Die Idee, ähnlich wie im Straßen- und Luftverkehr durch Konkurrenz auf Schienen das Geschäft zu beleben, war ein absoluter Fehlschlag. Ein weitgehend reibungsloser Eisenbahnbetrieb ist unmöglich, weil die privaten Betreiber sich gegenseitig durch den Kampf um Kunden blockieren. Die „Investoren“ bekommen mehr öffentliche Subventionen als die ehemalige Britisch Rail.
Attac stellt die Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen grundsätzlich in Frage, dazu gehört auch der Schienentransport als Grundbestandteil der Infrastruktur. Denn die Welt ist keine Ware.


Gemeinsame Veranstaltung von Attac Wiesbaden und Pariser Hoftheater:
Till Bastian:

„55 Gründe, mit den USA nicht solidarisch zu sein –
und schon gar nicht bedingungslos“

Freitag, 4. Oktober 2002

Wiesbaden, Pariser Hoftheater


Es gibt viele Gründe, der Regierung Bush, die zur Zeit auf einen Krieg gegen die „Achse des Bösen“ zusteuert, kritisch gegenüberzustehen. Die wichtigsten Gründe hat der renommierte Publizist Till Bastian zusammengetragen. Er zeigt, dass George Bush, der selbsternannte Kreuzritter des Guten, in Wirklichkeit vor allem die Interessen der amerikanischen Energiewirtschaft vertritt. Bastians Kritik an der Politik der US-Regierung ist eine mutige und überzeugende Streitschrift für eine friedliche Welt der Toleranz und ohne Denkverbote.



Judith Mutembo Mumbi aus Sambia

berichtet über die

AIDS-Katastrophe im südlichen Afrika


Montag, 7. Oktober 2002, Wiesbaden, Pariser Hoftheater


Die Zunahme der HIV-Infektionen in Sambia hat nicht nur katastrophale Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch für die gesamte Entwicklung des Landes. Über die medizinische Behandlung hinaus sind die sozialen, psychologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen gravierend. Bis zu einem Drittel der Bevölkerung im südlichen Afrika, darunter insbesondere die wirtschaftlich aktiven Jahrgänge, infiziert sich und stirbt.

Judith Mutembo Mumbi, von Beruf Krankenschwester, konzentriert sich seit 1992 auf die Arbeit mit AIDS-Patienten. Schwerpunkte ihrer Aufgaben sind die Sorge für die große Zahl an AIDS-Waisen und die Vermittlung von grundsätzlichen Kenntnissen im Umgang mit und der Pflege von Kranken. Sie selbst hat bereits drei Brüder und eine Schwester an AIDS verloren. Als Mutter von vier Kindern hat sie drei AIDS-Waisen aus ihrer Verwandtschaft in ihre Familie aufgenommen.

Judith Mutembo Mumbi berichtete über die verzweifelte Situation in ihrem Land, über das Gesundheitswesen und über die Bemühungen in der Diözese Ndola, wo über Nachbarschaftsgruppen ein umfangreiches AIDS-Programm aufgebaut wird (Vorbeugung, Therapie und Pflege). (Der Vortrag wurde in Englisch gehalten und übersetzt).



Biopatente –
Plünderung von Natur und Wissen

Vortrag von Dr. Christoph Then, Greenpeace


Montag, 21. Oktober 2002, Wiesbaden, Pariser Hoftheater

Die teilweise schon erfolgte und in umfassendem Maße angestrebte Patentierung von Pflanzen, Genen, Tieren und Teilen des menschlichen Körpers bringt vor allem für die Entwicklungsländer viele Nachteile mit sich. Im Gegensatz zu den technisch hochentwickelten, aber genetisch schon vielfach verarmten Industrieländern besitzen die Entwicklungslän- der häufig noch einen reichen Schatz an genetischen Ressourcen, die ins Visier großer Pharma-, Chemie- und Saatgutfirmen geraten sind.
Mit der Begründung, ein bestimmtes Gen als Erste erforscht zu haben, kann eine Firma das geistige Eigentum daran erlangen. Sie lässt sich ihre „Erfin- dung“ patentieren, und was bisher allen zugänglich war, gehört dann einem Konzern. Ohne Zustimmung oder gar finanzielle Entschädigung der Herkunftsländer werden zum Beispiel Pflanzengene patentiert. Die Patente gelten selbstverständlich auch in den Herkunftsländern der Gene. Das bedeutet, dass Bauern das Saatgut, das ihnen gestohlen wurde, nun bezahlen müssen. Oder ein Medikament, das auf Genen einer Heilpflanze aus einem Entwicklungsland basiert, wird in eben jenem Land teuer verkauft und darf nicht nachproduziert werden.
Christoph Then erläuterte, welche Gefahren das Geschäft mit Genen birgt.


Afghanistan – Irak:
Krieg gegen Terror?
Der"Kreuzzug" der USA

Vortrag von Dr. Karl Grobe-Hagel

(Leiter der Redaktion Außenpolitik bei der Frankfurter Rundschau)

Dienstag, 19. November 2002, Wiesbaden, Pariser Hoftheater


Vor dem Hintergrund einer Bilanz des noch andauernden Afghanistankrieges erläuterte Karl Grobe-Hagel, Leiter der Abteilung Außenpolitik in der Redaktion der Frankfurter Rundschau, die Ausweitung der Kriegsdrohungen auf andere Länder durch die Proklamation der „Achse des Bösen". Er ging dabei auf die Vorbereitung eines Krieges gegen den Irak durch die Bush-Administration ein.


Veranstalter: Antikriegsbündnis Wiesbaden und Pariser Hoftheater

Anti-Kriegs-Protest der Initiative Gewerkschafter und Jugend gegen

den Krieg jeden Donnerstag 18 Uhr WI Mauritiusplatz

Siehe auch: www.wiesbadener-gegen-krieg.de


Bei Interesse kontaktieren Sie uns - oder kommen Sie zu unseren Gruppentreffen:
Jeden Donnerstag um 20.00 Uhr
im Gemeindesaal der Ringkirche, Kaiser Friedrich Ring 5, 1. Stock , Wiesbaden

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