Attac Wiesbaden Veranstaltungen 2015

Veranstaltungen 2015

Vortrag W. Keller, M.Kusch - Biolandwirtschaft
Montag, 26. Januar 2015

Vortrag Werner Rätz - Verfehlte EU-Krisenpolitik
Montag, 23. Februar 2015

Filmvorführung "Wer rettet Wen?"
Dienstag 10. März 2015

Vortrag Alexis Passadakis - Klimapolitik in der Krise
Dienstag, 24. März 2015

Vortrag Thomas Fritz - Was ändert sich? TTIP...
Mittwoch 22.04.2015

Vortrag Karl-Martin Hentschel - Von wegen alternativlos!
Donnerstag, 28.05.2015

Vortrag Stefan Schridde - Geplanter Verschleiß
Montag, 19.10.2015

Vortrag Anne Jung - Ungleichheit...
Montag, 2.11.2015

Filmvorführung "Too big to tell"
Montag, 7.12.2015


Vortrag Wolfgang Keller und Michael Kusch
Biolandwirtschaft
Lokale Praxis mit globaler Perspektive

Montag, 26. Januar 2015, 19:30 Uhr

Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Eintritt frei

Während bei uns die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe und die Anzahl der darauf arbeitenden Menschen seit den sechziger Jahren rapide abnimmt, wächst die Anzahl der biologisch-ökologisch wirtschaftenden Betriebe und deren Nutzfläche seit mehr als 20 Jahren kontinuierlich an. Auch der Absatz von Bio-Lebensmitteln nimmt weiter zu.

Zwei Bio-Bauern aus dem Taunus erklären, wie sie ihre Tiere halten und füttern, wie sie ihren Ackerboden pflegen, ihre Nutzpflanzen hegen und dabei die globalen Auswirkungen ihres Tuns im Auge behalten.

Von der Bedeutung der lokalen Biolandwirtschaft ziehen die beiden Praktiker den Bogen zu den Ländern im globalen Süden. Sie verdeutlichen landwirtschaftliche und soziale Schäden, die in den armen Ländern durch Agrarindustrie entstanden sind, und sehen die Förderung durchdachter Biolandwirtschaft als Strategie zur langfristigen Ernährungssicherung einer global weiter wachsenden Bevölkerung.


Vortrag Werner Rätz
Verfehlte EU-Krisenpolitik

Montag, 23. Februar 2015, 19:30 Uhr

Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Eintritt frei

Was haben die Aktivisten von Blockupy gegen die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt? Die EZB ist Teil der Troika, die die europäische Krisenpolitik vorantreibt. Die beiden anderen Institutionen sind die EU-Kommission und der Internationale Währungsfonds. Dieser war schon für die Strukturanpassungsprogramme in den verschuldeten Ländern des Südens verantwortlich und hat damit deren Armut zementiert.
Die Verträge über das europäische Krisenmanagement legen fest, dass genau diese Programme jetzt auf Europa übertragen werden sollen. Zentral dabei ist, dass die entsprechenden Länder ihre öffentlichen Ausgaben radikal kürzen sollen. Das betrifft vor allem den sozialen Bereich, aber auch andere öffentlichen Dienstleistungen. Darüber hinaus sehen die Krisenprogramme Lohnkürzungen vor. Das alles treibt die Menschen ins Elend und nimmt ihnen jede Form von öffentlicher Unterstützung. Länder, die sich diesen Plänen widersetzen, verlieren ihre Kreditwürdigkeit. Dabei ist es die EZB, die wesentlich darüber entscheidet, wer Geld bekommt und wer nicht.
Werner Rätz, Mitglied des Blockupy-Koordinierungskreises, wird über die europäische Krisenpolitik, die Rolle der EZB darin und die Aktivitäten von Blockupy berichten.


Filmvorführung
"WER RETTET WEN?"
Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit
Ein Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 2015, 104 Minuten

Dienstag, 10. März 2015, 19:30 Uhr

Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Eintritt frei

Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur ist keine Rettung in Sicht.
Der Film „Wer rettet wen“ zeigt, wer dabei wirklich gerettet wird: Nie ging es um die Rettung der Griechen, nie um die der Spanier oder Portugiesen. Stets geht es nur um das Wohl der Hauptverdiener an diesen Krisen: den dort mit hochriskanten Spekulationen engagierten Banken.
Viele Menschen ahnen, dass da etwas schief läuft. Sie fühlen sich ausgeliefert, weil sie das Spiel der Milliarden nicht verstehen. Doch Demokratie hat angesichts der Macht des Finanzmarkts nur eine Chance, wenn Bürger anfangen, ihre Interessen in dem „Spiel der Milliarden“ zu erkennen, die wesentlichen Strukturen und Mechanismen des Finanzkapitals zu durchschauen. „Wer Rettet Wen“ wird ein Werkzeug dazu sein.
Der Film entstand als „Film von unten“ – finanziert von denen, die ihn sehen wollen, die ihn zeigen wollen, die dieses Hilfsmittel als Aufklärung brauchen.

Homepage der Filmemacher: www.wer-rettet-wen.org


Vortrag Alexis Passadakis
Klimapolitik in der Krise?

Dienstag, 24. März 2015, 19:30 Uhr

Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Eintritt frei

Im Dezember 2015 wird in Paris die nächste UN-Klimakonferenz stattfinden. Alexis Passadakis betrachtet, was die vorangegangenen Konferenzen bewirkt haben. Bisher konnte die Klimaerwärmung nicht gebremst werden und ihre Gefahren werden weiterhin dramatisch unterschätzt. Obwohl vorrangig die entwickelten Staaten die CO2-Emmissionen verursacht haben, bekommen deren Folgen hauptsächlich die Entwicklungsländer zu spüren. Man denke etwa an den Anstieg des Meeresspiegels und dessen Auswirkungen auf Bangladesch, einem Land, das kein Geld hat, um riesige Deich- oder Abflussanlagen zu bauen.

Bereits heute verlieren die ohnehin schon armen Bewohner bei Überschwemmungen Hab und Gut. Ihnen bleibt oft nur die Flucht.

Zugleich versucht die Bundesregierung, den Ausbau erneuerbarer Energien auszubremsen. Um dem etwas entgegenzusetzen, sind Mitte August große Protestaktionen im rheinischen Braunkohlerevier geplant.

Passadakis zeigt auf, wie eine Klimapolitik aussehen muss, die ökologisch effektiv und zugleich ein Schritt in Richtung globale Gerechtigkeit wäre.


Vortrag Thomas Fritz
Was ändert sich?
Transatlkantische Freihandelsabkommen auf dem Prüfstand

Mittwoch, 22. April 2015, 19:00 Uhr !!!

Evangelisches Haus an der Marktkirche, Schlossplatz 4, Wiesbaden
Eintritt frei

Seit Mitte vergangenen Jahres verhandeln EU und USA über die größte Freihandelszone der Welt. TTIP soll Wachstum und Arbeitsplätze bringen, versprechen die Regierungen beiderseits des Atlantiks. Doch landauf landab wächst die Kritik an diesem weitreichenden Vertrag und seinen intransparanten Verhandlungen.

Thomas Fritz beleuchtet in seinem Vortrag die treibenden Kräfte hinter TTIP und die sozialen, ökologischen und demokratischen Folgen.

Welche Risiken drohen für Wirtschaft und Beschäftigung, für den Umwelt- und Verbraucher-schutz? Wer verhandelt eigentlich in unserem Namen? Wie stark ist der Einfluss der Konzerne? Welche Rolle spielen überhaupt noch die Parlamente? Und wie können Bürgerinnen und Bürger Einfluss nehmen?


Vortrag Karl-Martin Hentschel
Von wegen alternativlos!
Die gerechte Gesellschaft als Ziel

Donnerstag, 28. Mai 2015, 19:30 Uhr

Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Eintritt frei

Karl-Martin Henschel jammert nicht über die Verhältnisse. Vielmehr hat er konkrete Vorschläge erarbeitet, wie die Welt eine bessere werden könnte: eine Welt, in der nicht Wohlstand, sondern Wohlbefinden an oberster Stelle steht.
Seine Vorschläge sind sowohl für Industrie- als auch für Entwicklungsländer realisierbar oder sogar schon irgendwo realisiert. So analysiert er das skandinavische Kommunalmodell und erörtert, wie es sich erfolgreich in Deutschland umsetzen ließe. Auch seine Überlegungen zu einem gerechten Steuersystem sind fundiert und plausibel. Als weitere, bereits existierende Vorbilder beleuchtet er beispielsweise die Kinderbetreuung in Frankreich, das Bahnsystem in der Schweiz oder Naturschutzprojekte in Fernost.
Gerüstet mit vielen solcher „Best Practice“-Beispielen, so Hentschels Überzeugung, könnten engagierte Bürger ebenso wie Politiker an weitreichenden Veränderungen in Richtung einer umweltschonenden und gerechten Gesellschaft arbeiten.


Vortrag Stefan Schridde
Gutes Leben ohne geplanten Verscheiß
19. Oktober 2015, 19:30 Uhr
Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Einritt frei

Stefan Schridde, bekannter Buchautor und Vorstand von MURKS! NEIN DANKE e.V. beleuchtet den geplanten Verschleiß - die eingebaute Obsoleszenz in unseren Produkten. Er gibt Einblicke in die Ursachen und zeigt, mit welch geringen Maßnahmen langlebige Produkte herstellbar sind.


Vortrag Anne Jung
Gesundheitsreferentin medico international
Ungleichheit bringt uns um!
Ein alternativer Blick auf globale Gesundheitspolitik und soziale Proteste

Montag, 02.November 2015, 19:30 Uhr

Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Eintritt frei

Viele gesundheitliche Probleme sind Folge von ungerecht verteilten sozialen und ökonomischen Ressourcen, Folge einer Politik, die Gesundheit zur Ware macht und den Zugang zu Gesundheitsleistungen an den Geldbeutel knüpft.

So ist es kein Zufall, dass die ärmsten Menschen in den ärmsten Ländern das größte Risiko tragen, krank zu werden. Es ist aber auch die Ungleichheit innerhalb von Gesellschaften, die das Risiko zu erkranken, vergrößert. Das gilt für Deutschland genauso wie für Angola oder Mexiko. Diese Entwicklung wirft Fragen auf nach dem Wirken und dem Versagen nationaler und internationaler Politik, nach Macht- und Handelsinteressen und der Destabilisierung lokaler Strukturen.

Anne Jung wird in ihrem Vortrag den alternativen Weltgesundheitsbericht Global Health Watch vorstellen, der unter Mitwirkung von medico international erschienen ist und der die Bedingungen für Gesundheit untersucht. Der Global Health Watch ist zugleich Sprachrohr und Botschafter einer alternativen Gesundheitsbewegung von unten.


Too big to tell

Eine Dokumentation über das Bank- und Finanzwesen

Filmvorführung und anschließende Diskussion mit Hans Scharpf LL.M.

Montag, 07. Dezember 2015, 19:30 Uhr

Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Eintritt frei

Johanna Tschautscher beschäftigt sich in diesem Dokumentarfilm mit dem Funktionieren unseres Bank- und Finanzwesens. Auf Ihrer Reise besucht Sie unter anderem Banker, Wissenschaftler, Politiker, Rechtsanwälte und Philosophen um herauszufinden, wie es dazu kommen konnte, wo wir heute sind und welche Interessen dahinterstehen. Dabei wird sowohl auf historische Entwicklungen als auch aktuelle Entwicklungen eingegangen. Am Ende entsteht durch die vielen Facetten unseres Finanzsystems ein umfassendes Bild. Zwischen den Interviews lockern kurzweilige kabarettistische Einlagen den Film auf. Zudem erlauben kontemplative Szenen das Nachdenken und -wirken schon während des Filmes.
Hans Scharpf LL.M., einer der Protagonisten des Filmes, wird im Anschluss für eine Diskussion zur Verfügung stehen. Ohne zu viel vorwegzunehmen sei an dieser Stelle gesagt, dass er sich mit seiner Haltung mit den Mächtigen angelegt hat. Neben den Gründen für seine Teilnahme an dem Film, wird er ebenso auf die Erfahrungen eingehen und mögliche Handlungsfelder aufzeigen können.

Mit dieser Veranstaltung schließen wir die ATTAC-Veranstaltungen 2015 und freuen uns schon auf spannende Veranstaltungen im Jahr 2016.