Attac Wiesbaden 2008

Geschäfte mit dem Hunger 07.10.2008

Umstieg in der Energiewirtschaft 16.09.2008

Die Macht der Energiekonzerne 20.05.2008

Immer wieder Wirtschaftskrise 31.03.2008

ÖkoStromWechselParty 13.02.2008

Wie tickt Attac? Osten 24.01.2008

Widerstand gegen Kohlekraftwerk 14.01.2008


Geschäfte mit dem Hunger

Vortrag mit Diskussion
Referent: Armin Paasch
Experte für Agrarhandel und WTO bei FIAN Deutschland

Attac Wiesbaden und Pariser Hoftheater
im Georg-Buchhaus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Dienstag, 7.Oktober 2008
Eintritt frei

Die Preise für Lebensmittel explodieren, in mehreren Ländern der Einen Welt kam es zu Hungeraufständen. Gleichzeitig wirbt die Deutsche Bank hierzulande mit dem Slogan „Freuen Sie sich über steigende Preise?“ auf Brötchentüten für ihren Agrarfonds.
Die industrielle Landwirtschaft verdrängt den heimischen, auf Selbstversorgung gerichteten Anbau und macht die Versorgung damit immer abhängiger vom Welthandel. Warenterminbörsen fördern die Spekulation mit Rohstoffen aller Art, auch mit Grundnahrungsmitteln, was die Preise für Reis, Getreide, Mais in die Höhe treibt. Parallel dazu steigen mit dem ölpreis die Produktionskosten.
Wie das große Geschäft mit dem kleinen Brötchen zusammenhängt, erläutert Armin Paasch von FIAN, dem Food First Informations- und Aktions-Netzwerk.


Der Umstieg in der Energiewirtschaft
ist möglich!

Referent: Fabio Longo
Vorstandsmitglied EUROSOLAR Deutschland e.V.

Dienstag, den 16. September um 19.30 Uhr
Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Eintritt frei

Die fossilen und atomaren Energiequellen sind schneller, als meist angenommen wird, zu ersetzen: mit einem intelligenten Mix aus Wind-, Sonne-, Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie.
Dass dies kein Wunschdenken, sondern reale Möglichkeit ist, zeigt eine Studie von Eurosolar "Der Weg zum Energieland Hessen" mit dem Ziel einer Strom-Vollversorgung durch erneuerbare Energien bis 2025. Auf der Grundlage bisheriger entwickelter Technologien werden Ausbaupotentiale, Netzintegration, die wirtschaftliche Bedeutung als Wachstumsmotor für den Arbeitsmarkt und Schritte zur Realisierung beschrieben.
Fabio Longo, Mitautor, stellt dieses zukunftsgerichtete Modell vor. Ein spannendes Thema für unsere Region. Er zeigt alternative Strategien zur bisherigen Stromproduktion auf. Die schädliche Einwirkung auf das Klima wird durch die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen stark reduziert. Die Zeit drängt sehr, insbesondere für Länder des Südens, die den Klimawandel am wenigsten verursachen, aber die geringsten Chancen haben, sich dagegen zu wehren.


Die Macht der Energiekonzerne

Wie können ökologisch verantwortbare Veränderungen aussehen?

Referent: Alexis Passadakis
Attac Deutschland

Veranstaltung von Pariser Hoftheater und Attac Wiesbaden

Dienstag, 20. Mai 2008, 19.30 Uhr
Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9, Wiesbaden
Einlass ab 19.00 Uhr, Eintritt frei

Vier Konzerne beherrschen 80% der Energieversorgung in Deutschland: RWE, Eon, Vattenfall und EnBW.

Eine Energiepolitik, die weiterhin auf Atomkraft und fossile Energieträger setzt. In der BRD sollen über 20 neue Kohlekraftwerke gebaut werden - trotz des Klimawandels, der bereits jetzt in Ländern im Süden horrende Schäden verursacht. Anstatt in die Entwicklung erneuerbarer Energien zu investieren, machen die Konzerne Riesengewinne. Etwa 30 Prozent Eigenkapitalrendite konnte bsp. RWE im Jahr 2006 erwirtschaften. Davon profitieren die Aktionäre, und finanziert wird die internationale Expansion der Konzerne als Global Player.

Eine ökologische Energieversorgung, die die Lebensrechte aller Menschen weltweit im Auge behält, ist mit den großen Vier nicht zu machen. Strukturänderungen sind nötig. Dazu gehören die überführung der Konzerne in öffentliche Hände, ihre Zerlegung in kleinere Einheiten und ihre demokratische Kontrolle durch die BürgerInnen. Wie diese Veränderungen genau aussehen könnten, wird Alexis Passadakis von Attac Deutschland vorstellen und mit den Zuhörern diskutieren.


Immer wieder Wirtschaftskrise

Ursachen und Folgen des globalen Finanzhandels
am Beispiel des jüngsten 'Subprime-Crash'

Vortrag von Hans-Georg Heinscher (Attac Wiesbaden)

Veranstaltung von Pariser Hoftheater und Attac Wiesbaden

Montag, 31. März 2008, 19.30 Uhr
Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9, Wiesbaden
Einlass ab 19.00 Uhr, Eintritt frei

„Krisen sind die unvermeidlichen Kollateralschäden modernen Wirtschaftens“, sagt man uns angesichts regelmäßig wiederkehrender Höhenflüge und Abstürze an den globalen Börsen. Durch die weltweite Vernetzung der Finanzmärkte und den unkontrollierten Kapitaltransfer kann sich die Spekulation schneller und nachhaltiger ausbreiten als jemals zuvor.

Am Beispiel der jüngsten Immobilienkrise in den USA und den weltweiten Folgen werden die Ursachen, Wirkmechanismen und Ausbreitungswege der extremen Kursausschläge dargestellt.

Warum können die jetzt gezogenen Konsequenzen die nächste große Krise nicht verhindern?


Widerstand jetzt
Kein Kohlekraftwerk!

mit der Bürgerinitiative „Kohlefreies Mainz“ (KoMa),
Staatsminister a. D. Jörg Jordan
und Rechtsanwalt Dirk Teßmer

Montag, 14. Januar 2008, 19.30 Uhr
Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9, Wiesbaden
Eintritt frei

Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) planen ein neues Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue. Mit dem Bau dieses Kohlekraftwerkes würden jährlich zusätzlich circa 4 Millionen Tonnen CO2 in die Umwelt geblasen – das ist mehr als das Doppelte dessen, was bisher auf dem Gebiet der Stadt Wiesbaden unter Einschluss aller Feuerstellen und des Autoverkehrs jährlich erzeugt wird.

JETZT ist der Moment, an dem Bürgerinnen und Bürger sich dagegen wehren können:
Das Genehmigungsverfahren für das geplante KKW geht in eine neue Phase, im Januar werden die Kraftwerkspläne offengelegt. Das bedeutet, dass jedeR sich die Unterlagen ansehen und Einwände geltend machen kann. Wie dieser Widerstand aussehen und von Einzelnen und gemeinsam mit anderen wirkungsvoll gestaltet werden kann, darüber informieren Jörg Jordan, ehem. Minister für Landwirtschaft und Naturschutz in Hessen, Rechtsanwalt Dirk Teßmer, Kanzlei Philipp-Gerlach & Teßmer, Frankfurt, Michael Stork sowie ein weiterer Vertreter der Bürgerinitiative „Kohlefreies Mainz“.


Wie tickt Attac?

Referentin: Sabine Leidig
Geschäftsführerin von Attac Deutschland

Donnerstag, 24. Januar 2008, 19.30 Uhr
Pariser Hoftheater, Wiesbaden, Spiegelgasse 9
Eintritt frei

Attac hat vor nunmehr acht Jahren die gesellschaftspolitische Bühne der Bundesrepublik betreten und hat sich schnell zu einem wirksamen Akteur entwickelt. Wer sich einen überblick verschaffen will über die kurze, lebhafte Geschichte von Attac, über die Beteiligten, die vielschichtigen Strukturen und Themen, über die Herausforderungen und Perspektiven, der/die ist hier richtig.

Fast 20.000 Mitglieder, in 150 großen und kleinen Städten gibt es örtliche Attac-Gruppen, und dem Netzwerk Attac gehören fast 300 Organisationen und Gruppen an – aus sehr verschieden Bereichen: Gewerkschaften, christliche und soziale Initiativen, Umwelt- und Entwicklung, Politik & Sozialismus, alternative Wirtschaft …

Wie entsteht aus dieser Vielfalt gemeinsames Handeln? Worin besteht die Gesellschaft verändernde Kraft von Attac? Wie ist es um die internationale Vernetzung bestellt? Werden nicht viel zu viele Erwartungen in dieses Gebilde hineinprojiziert? Und wofür braucht es Attac noch, wenn doch inzwischen selbst Angela Merkel eine soziale Gestalt der Globalisierung verlangt?

Sabine Leidig wird ihre „intimen Kenntnisse“ über das Wirken in und von Attac schildern, über die aktuellen Debatten, Widersprüche und Potenziale berichten und sich einer angeregten Diskussion stellen.


ökoStromAnbieterWechselParty

Veranstaltung von Pariser Hoftheater und
Attac Wiesbaden

Mittwoch, 13. Februar 2008, 19.30 Uhr
Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9, Wiesbaden
Einlass ab 19.00 Uhr, Eintritt frei

RWE beantragt, das AKW Biblis A länger laufen zu lassen, die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden planen ein neues Kohlekraftwerk. Das stimmt missmutig, muss aber nicht tatenlos hingenommen werden. Zumindest die persönliche Energiewende ist ohne Komplikationen möglich – durch Wechsel zum richtigen Stromanbieter. Dazu gibt es bei der ökostrom-Anbieterwechsel-Party Informationen, es kann sofort ausgerechnet werden, was der Wechsel kostet, und es gibt sogar die Möglichkeit, noch am selben Abend den Anbieter zu wechseln. Die letzte Stromrechnung mitbringen! Ein Abend mit elektrisierender Musik vom grandiosen Akkordeon-Trio „Harmonija“ aus Russland, mit der funkensprühenden Kabarettistin Hilde Wackerhagen und energetisch aufladenden Speisen und Getränken.


Weitere Veranstaltungen siehe auch Pariser Hoftheater

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